Bruhrainwanderung von Graben-Neudorf über Russheim nach Germersheim

Datum: 3. Februar
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Zu dieser Tour trafen sich am Sonntag, den 3. Februar auf dem Mühlacker Bahnhofsvorplatz insgesamt 25 Personen Wanderfreunde. Mit der Bahn kam die Gruppe bis Bruchsal. Umher tollende Narren machten auf das Faschingstreiben in der Stadt aufmerksam. In der Bruhrainbahn ging es alsbald bis Graben-Neudorf. Vom Bahnhof ausgehend, begann die Tour. Zum Ortsteil Graben wurde gewandert. Ein laut dröhnendes Traktorengespann fuhr mit lauter Krawallmusik vorbei, das gewiss zum Karneval fuhr. Die Wanderer liefen zum ruhigen Ehrenhain, dem ersten Rastplatz. Über die Pfinzbrücke bei der Festhalle führte die Strecke dem rechten Pfinzufer entlang. Zur Linken befanden sich verschiedene Pferdeställe. Auf dem vom Odenwaldclub ausgeschilderten Kraichgau-Odenwald-Weg erfolgte die Wegführung schließlich durch die Feldmark. Am Waldgebiet Weinges vorbei, musste anschließend die Landstrasse zweimal überquert werden. Einem kleinen Gewässer entlang, an dem sich Quellen befanden, wurde bald der Saalbach-Kanal erreicht. Den Damm hoch, über die Brücke, konnte man von der Anhöhe ein weitreichender Blick geniesen. Dem Kanal westwärts folgend, führte die Trasse bis zur Brücke bei der Schleifmühle. Nun war das etwa 2300 Einwohner zählende Russheim erreicht. Vorbei an der erhaben wirkenden Kirche aus Buntsandstein wurden in das Neubaugebiet gewechselt. Den Wiesen entlang, wurde der Rhein-Niederungskanal gesichtet. Über die gepflasterte Brücke wurde das Wert betreten. Eine Informationstafel gab Auskunft über die Bedeutung des Naturschutzgebiet Elisabethenwört, das seit 1982 unter diesem Schutzstatus steht. Grosses Nixenkraut, Froschbiss, Quirlendes Tausendblatt und eine Vielzahl an Gewächsen sind hier vorkommend. Eine weitere Brücke führte über den Altrhein zur Insel. Ein schnurgerade verlaufender Weg führte die Gruppe für längere Zeit durch den Wald. Der Winterschachtelhalm zog die Blicke auf sich. Größere Bodenfläche waren mit dem Mikado gleichenden Gewächs, bedeckt – eine wahre Seltenheit. Das Gewächs kann bis 1,50 m hoch werden! Der Weg knickte schließlich nach links ab, bis der R-Weg nach rechts abzweigte. Abenteuerlich wurde der Streckenverlauf, als der bezeichnete Weg buchstäblich ins Dickicht hinein ging. Sogar Wildschweine wurden aufgescheucht und flüchteten. Schließlich tauchte ein verklinkertes Gebäude auf. Ursprünglich zu Partyzwecken illegal errichtet, dem Abbruch geweiht, einigten sich einst die Bürgermeister von Phillippsburg und Dettenheim. Das Haus dient heute zur Umweltbildung. Über einen Pfad führte die Strecke zu einer Teerstrasse, dem Rheinstrom entlang. Das Bootshaus Huttenheim wurde glücklich erreicht. Die Einkehr erfolgte. Der Gas-Kaminofen sorgte fuer ordentliche Wärme, bedenke man die winterlichen Temperaturen. Rechtzeitig wurde weitergewandert. Das Vorwerk Seydewitz, Teil der Festung Germersheim, ist bis heute rechtsrheinisches Territorium von Rheinland-Pfalz. Über den Fussweg der Habsburger Brücke (entlang der B35) wurde der hochwasserführende Rhein überquert. Die Schifffahrt ist deshalb eingestellt. Im Germersheimer Hafengebiet folgte man über die Münchener Straße zum Bahnhof. Um 17:48 Uhr fuhr die S33 vom RNV los, mit Umstieg in Bruchsal. Im RE-Zug kamen die Wandersleute glücklich in der Senderstadt an.