Herbstwanderung zur Lettenbrunnenhütte

Datum: 4. Oktober
Wanderführer: Ulrich Gommel
Verfasser: Ulrich Gommel

Am Sonntag, den 4.10.2015 führte eine Tour in den Hagenschieß, nahe Pforzheim. Die Anfahrt erfolgte mit der Stadtbahn bis Eutingen. Nach Durchquerung der Ortsmitte verlief die Strecke alsbald in den nördlich der B10 gelegene Waldgebiet. Vom „Kuhställe“ ging ein schmaler Pfad dem Rande des Fürstkopfes entlang, steil (385müNN) aufwärts. Anschließend ging es wiederum hinab zur Mäuerachklinge. Diese hat sich tief in den Untergrund aus Buntsandstein hinein, ihr Bett gesucht. Ein Anstieg erfolgte und eine Verbindungsstraße war zu queren. Das Waldgebiet endete, dem sich linkerseits die Regenrückhalteanlage „Eppinger Linie“ anschloß. Deren Ausmaße sind für 9600 cm³ Regenwasser berechnet. Entlang dem „Äußeren Fleckenwald“ knickte der bezeichnete Wanderweg HW10 nach links ab und das Pforzheimer Gewerbegebiet Altgefäll war erreicht. Übrigens war der Hagenschieß früher selbstständig. Die Eingemeindung nach Pforzheim erfolgte im Jahr 1929. Die Hagenschieß-Siedlung folgte und die Wurmberger Straße galt es zu überschreiten. Im Schloßwald folgten Schotterwege. Dieses Waldgebiet trägt den Namen des längst untergegangenen Hartheimer Schlößchens. Bis heute erinnern verschiedene Gewannbezeichnungen an den 1130 ersterwähnten Ort Hartheim. Dies geschah in einer Schenkung. Es lässt vermuten, dass die wenig existierende landwirtschaftliche Nutzfläche für das Erlöschen des Dorfes ausschlaggebend sind. Orte wie Riesch, Burghausen, Langendorf und die Heinrichskirche, sind längst von der Bildfläche verschwunden. Diese hatten wohl ein ähnliches Schicksal. Heute noch bezeugen das Totenwiesle oder die Kirchenäcker von der einstigen Existenz der Heinrichskirche, zu der einst auch der Pforzheimer Stadtteil Würm, eingepfarrt war. Dieses Gotteshaus, soll auf halbem Wege zwischen Tiefenbronn und Pforzheim gestanden sein. Die Toten der genannten Orte kamen auf den dortigen Friedhof im Hagenschieß, welcher tief in der Vergangenheit der Zeiten ist. Schließlich gelangte die Wandergruppe durch den herbstlichen Wald des Hagenschießes zur Lettenbrunnenhütte. In diesem Naturfreundehaus wurden die Wanderer sehr gut bewirtet. Schließlich folgte noch ein kurzes Stück Weg, das zur Bushaltestelle beim Seehaus führte. Mit dem ÖPNV ging es zurück in die Senderstadt.

Lettenbrunnenhütte