So., 17.01.2016, Mühlacker
Bericht zur Bruhrain-Wanderung von Philippsburg nach Graben-Neudorf
Wanderführer und Autor: Ulrich Gommel
Vom verschneiten Mühlacker in das Tiefland am Oberrhein fuhr die Wandergruppe mit 19 Personen nach Philippsburg. Ab Bruchsal füllte sich der Zug zusehens mit allerhand Fasnachtsnarren. Heil angekommen in der einstigen Garnisonsstadt, begann die dreieinhalb Stunden dauernde Tour. „An der Salbach“ ging es entlang. Diese Straße erinnert an den früheren Gewässerverlauf. Längst verschwunden, da verdolt. Heute befindet sich eine ansehnliche Grünanlage auf dieser Fläche, welche den Namen von Senator Burda trägt. Dabei handelt es sich um den Gründer des namhaften Medienhauses. Von Franz Burda ist Stifter sämtliche Kunstwerke, welche den Wegverlauf säumten. Vorbei am Pfinzbad kam der Bildungscampus. Die Stadt wurde verlassen. In den Omiswiesen ging es an fachmännisch gepflegte Weidenbäumen vorbei. In Sichtweite die Engelsmühle, erfolgte die Überquerung der L 602. Auf Höhe der Mühlfeldsiedlung begann eine früheren Militärstraße, welche Philippsburg und das Waldgebiet verbindet. Zur Rechten befindet sich das Areal des Reifenwerkes Goodyear, Europa´s größtem Reifenlager. Linkerhand breitete sich das weitflächige Landschaftsschutzgebiet „Saalbachniederung“ aus, über welchem in der Ferne der Fernmeldeturm Wiesental in die Höhe ragte. Unüberhörbar war der Betrieb in der unfern gelegenen Schießanlage. Der Forst Molzau folgte, ein Mischwaldbestand. Vorbei ging der Wanderweg am Saugraben und schließlich waren die Schanzenanlagen erreicht. Diese gehörten einst der Bundeswehr, welcher lange Zeit dieses Areal unterstand. Von dieser Epoche zeugt ein etwas heruntergekommener, unzugänglicher Wachtturm. Aufmerksamkeit zog die großzügig angelegte Baumpfanzung auf sich. Holztäfelchen deutsch/französisch gaben Zeugnis über die Städtepartnerschaft zum westfranzösischen Ill-de Re´ im Departement Charente-Maritime. Geradlinig führte die anschließende Waldtrasse südwärts und stieß schließlich auf die Rheintalstrecke. Den Bahngleisen entlang verlief der Wanderweg. Eine Bahnunterquerung und ein kleines Straßentunnel beim Tauchclubheim folgten nach längerer Distanz. Der Erlichsee lag unmittelbar vor der Wandergruppe. Ein kurzer Halt wurde eingelegt. Dann schwenkte der Pfad in das Naturschutzgebiet „Oberer Bruch“ ein. Beim Umspannwerk Prestel ging es rechts weiter in ein Waldgebiet bis schließlich der Weg nach Graben-Neudorf über die Brücke führte. Dem schmalen Kanal entlang verlief der Pfad, bis zum Verlassen des Waldes. Eine zweite Brücke über den Saalbachkanal kam. Der Blick reichte über verschiedene Gewässer, unter anderem der Gestadebruch, einem Wasserbauwerk. In der Vergangenheit sind zur Bekämpfung von Überschwemmungen verschiedene Kanäle angelegt worden. Der Zielort wurde erreicht. Vom Wohngebiet Johannisgrund war es nicht mehr weit zur Schlußeinkehr in der Festhallen-Gaststätte. In Graben-Neudorf. Nach der Rückfahrt mit der Bahn wurde die Senderstadt nach 18.30 Uhr erreicht.

